Koncoop, eine Genossenschaft mit über 6.800 Mitgliedern, ist seit Jahren ein zentraler Bezugspunkt für alle, die ein Vertriebsmodell suchen, das Qualität, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und regionale Kreisläufe vereint. Mit dem Projekt RE-LOCI, gefördert aus dem EFRE 2021–2027, macht Koncoop gemeinsam mit der Freien Universität Bozen einen entscheidenden Schritt hin zur Förderung einer nachhaltigeren und stärker partizipativen lokalen Lebensmittelkette und stellt dabei die Mitglieder in den Mittelpunkt eines gemeinsamen Innovationsprozesses.
Ziel ist es, ein Beschaffungsverfahren zu entwickeln, das den Zugang nachhaltiger lokaler Produkte zu den Regalen erleichtert. Um dies zu erreichen, hat sich Koncoop bewusst dafür entschieden, die Mitglieder direkt in die Festlegung der Kriterien einzubeziehen: Welche Werte sollen im Vordergrund stehen? Welche Produktionspraktiken sollen unterstützt werden? Welche Eigenschaften machen ein lokales Produkt wirklich zu einem Gewinn für die Gemeinschaft? Antworten auf diese Fragen werden in den im Projekt vorgesehenen moderierten Treffen erarbeitet, bei denen die Mitglieder eingeladen sind, Bedürfnisse, Prioritäten und Erwartungen einzubringen.
Die Einbindung der Mitglieder ist dabei nicht nur ein demokratisches Instrument, sondern ein strategischer Hebel. Eine Genossenschaft, die die Perspektiven ihrer Mitglieder anhört und integriert, stärkt ihre Identität, schafft Vertrauen, festigt die Kundentreue und baut eine bewusstere Gemeinschaft auf. Darüber hinaus leistet sie einen Beitrag zur Ernährungsbildung: Mitwirkung bedeutet, Produktionsprozesse besser kennenzulernen, die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Lebensmitteln zu verstehen und den Produzentinnen und Produzenten der Region näherzukommen.
RE-LOCI wird am 10. Februar um 10.00 Uhr im NOI Techpark offiziell vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit wird auch die zentrale Rolle der Mitglieder beim Aufbau der zukünftigen lokalen Wertschöpfungskette erläutert. Koncoop zeigt damit, dass Innovation nicht heißt, die genossenschaftliche Tradition hinter sich zu lassen, sondern sie neu zu beleben. Die Mitglieder werden zu Mitgestaltenden der Zukunft der Genossenschaft und zu Protagonistinnen und Protagonisten eines Vertriebsmodells, das Nachhaltigkeit und Beteiligung in den Mittelpunkt stellt.